+++ 16:00 Hamas behauptet, es gebe weiteren Angriff auf Dschabalia +++ (2024)

Bei einem erneuten Angriff der israelischen Armee auf Dschabalia im Gazastreifen sind nach Behauptungen des von der radikalislamischen Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums "Dutzende" Menschen getötet und verletzt worden. Israelische Kampfflugzeuge hätten Dschabalia demnach angeblich bombardiert. Bei einer ersten Attacke waren am Dienstag mindestens 47 Menschen getötet worden.

+++ 15:38 Bundesregierung pocht auf Schutz der Zivilbevölkerung nach Attacke auf Dschabalia +++
Nach dem israelischen Angriff auf Ziele in Dschabalia im Gazastreifen unterstreicht die Bundesregierung das Selbstverteidigungsrecht Israels und zugleich die Bedeutung der Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen. "Bei der legitimen Verteidigung Israels gegen die Terrororganisation Hamas und gegen deren fortgesetzte Angriffe, zu denen Israel im Rahmen des Völkerrechts berechtigt ist, muss auch der Schutz der Zivilbevölkerung im Vordergrund stehen", sagt ein Sprecher des Auswärtigen Amts in Berlin. Es sei "essenziell, dass beim Kampf gegen die Hamas mit der notwendigen Verhältnismäßigkeit vorgegangen wird". Regierungssprecher Steffen Hebestreit spricht von einer sehr herausfordernden Situation. Die Hamas setze ihre Angriffe fort, sie sei weiterhin nicht bereit, die verschleppten Geiseln freizulassen, sagt er. Die Hamas-Attentäter missbrauchten die eigene Zivilbevölkerung in Gaza als menschliche Schutzschilder, so Hebestreit weiter.

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+++ 15:23 Palästinensisches Gesundheitsministerium meldet mindestens vier Tote im Westjordanland +++
Mindestens vier Palästinenser sind nach Angaben palästinensischer Gesundheitsbeamter während Einsätzen der israelischen Armee im besetzten Westjordanland getötet worden. Drei Menschen seien während einer Razzia in Dschenin im Norden des Westjordanlands getötet, ein weiterer sei in Tulkarem erschossen worden, erklärt das Gesundheitsministerium in Ramallah. Das israelische Militär spricht von Razzien gegen militante Palästinenser im Flüchtlingslager von Dschenin. Israel hält das Westjordanland seit dem Sechstagekrieg von 1967 besetzt. Inzwischen ist es von jüdischen Siedlungen durchzogen, die nach internationalem Recht illegal sind. Fast eine halbe Million Israelis leben dort.

+++ 15:04 Antijüdische Ausschreitungen in Dagestan: 15 Menschen verurteilt +++
In der russischen Kaukasusrepublik Dagestan sind im Zusammenhang mit den antijüdischen Ausschreitungen an einem Flughafen 15 Menschen verurteilt worden. Wie die russische Nachrichtenagentur Tass berichtet, hätten Gerichte in dem mehrheitlich muslimischen Dagestan 15 an den Ausschreitungen Beteiligte zu kurzen Haftstrafen zwischen zwei und zehn Tagen verurteilt. Zwei weitere wurden demnach zu 60 Stunden Zwangsarbeit verurteilt. Inmitten der auch international angespannten Lage wegen des Kriegs zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas hatte ein Mob am Sonntag nach der Ankunft einer Maschine aus Israel Terminal und Landebahn des Flughafens von Machatschkala auf der Jagd nach jüdischen Passagieren gestürmt. Einige Randalierer trugen Palästinenserfahnen oder riefen "Allahu Akbar", andere kontrollierten offenbar die Ausweise von Passagieren.

+++ 14:43 Armee: Verbliebene Palästinenser "sind mit Absicht da" +++
Israel steht für sein Vorgehen im Gazastreifen über die arabische Welt hinaus in der Kritik. Armeesprecher Arye Shalicar betont im ntv-Interview, die Angriffe seien "zu 100 Prozent legal" und erfolgten durchweg auf "legitime Ziele". Alle Menschen, die noch in Nord-Gaza sind, seien dort "mit voller Absicht".

06:04 min

Politik 01.11.23

Hunderttausende in "Kampfzonen" Armee: Verbliebene Palästinenser "sind mit Absicht da"

+++ 14:23 Außenministerium informiert Deutsche im Gazastreifen über mögliche Ausreise +++
Das Außenministerium hat nach Angaben eines Sprechers deutsche Staatsangehörige im Gazastreifen über eine mögliche Ausreise über den Grenzübergang Rafah informiert. Man hoffe, dass diese Möglichkeit einige Tage bestehen werde, weil sich mehrere tausend Ausländer im Gazastreifen befänden, fügt er hinzu. Das Außenministerium habe ein konsularisches Team an den Grenzübergang in Ägypten geschickt. Es gebe noch keine konkreten Hinweise auf die erste Ausreise eines Deutschen. Die Personen würden zunächst nach Kairo gebracht.

+++ 14:04 Jäger: Arabische Welt macht Hamas "heftige Vorwürfe" +++
Bei einem Luftschlag in Gaza kommen Dutzende Palästinenser ums Leben. Während Israel international wegen ziviler Opfer im Gazastreifen zunehmend unter Druck steht, sorgt die Hamas auch in der arabischen Welt für Empörung, wie Politikwissenschaftler Thomas Jäger ausführt.

05:44 min

Politik 01.11.23

Jäger zu zynischer Kritik an UN Arabische Welt macht Hamas "heftige Vorwürfe"

+++ 13:43 Netanjahu: "Es wird ein langer Krieg sein - werden ihn bis zum Sieg fortsetzen" +++
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu spricht in einer Videobotschaft, die auf X (früher Twitter) veröffentlicht wurde, von einem schwierigen Krieg. "Es wird ein langer Krieg sein, wir haben dabei wichtige Erfolge, aber auch schmerzhafte Verluste zu verzeichnen." Seine Ansprache kommt, nachdem mehrere israelische Soldaten bei Kämpfen im nördlichen Gazastreifen getötet wurden. "Die gesamte Nation Israel umarmt euch, die Familien, aus tiefstem Herzen", sagte er und fügte hinzu, dass Israel seine Mission "bis zum Sieg" fortsetzen werde.

+++ 13:19 FBI warnt vor erhöhter Terrorgefahr in den USA +++
Die US-Bundespolizei FBI hat vor einer erhöhten Terrorgefahr in den USA nach den Angriffen der islamistischen Hamas in Israel gewarnt. Der Krieg im Nahen Osten habe die Gefahr eines Anschlags "auf ein ganz neues Level gehoben", sagte FBI-Chef Christopher Wray am Dienstag vor dem US-Senat in Washington. "Wir gehen davon aus, dass die Aktionen der Hamas und ihrer Verbündeten als Inspiration dienen werden, wie wir sie seit der Errichtung des sogenannten Kalifats durch den Islamischen Staat vor Jahren nicht mehr gesehen haben."

+++ 13:05 Menschenrechtler fordert Ermittlungen von Den Haag zu toten Journalisten in Gaza +++
Wegen des Todes von Journalisten im Gaza-Krieg fordert die Organisation Reporter ohne Grenzen den Internationalen Strafgerichtshof auf, zu Kriegsverbrechen zu ermitteln. Konkret geht es der Organisation um acht palästinensische Journalisten, die bei Bombardierungen in Gaza umkamen, und einen israelischen Reporter, der getötet wurde, als er über den Angriff von Hamas-Terroristen auf seinen Kibbuz am 7. Oktober berichtete. Das teilte Reporter ohne Grenzen mit. "Das Ausmaß, die Schwere und die Wiederkehr von internationalen Straftaten gegen Journalisten, vor allem in Gaza, rufen nach einer prioritären Untersuchung des Chefanklägers des ICC", zitierte die Organisation ihren Generalsekretär Christophe Deloire. Es ist bereits das dritte Mal seit 2018, dass Reporter ohne Grenzen den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag zu Ermittlungen zu Kriegsverbrechen gegen palästinensische Journalisten in Gaza aufruft. Der Chefankläger des Weltstrafgerichts, Karim Khan, hatte bereits angegeben, dass er sowohl gegen Israel als auch Palästinenser wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen ermitteln wolle.

+++ 12:35 Spurensuche nach Massaker: "Du weinst, du übergibst dich, dann arbeitest du weiter" +++
Nach dem blutigen Hamas-Massaker sind in Israel noch immer ganze Orte gesperrt. Zwischen Trümmern und den Autowracks der Terroristen suchen Israelis nach Spuren. Im Angesicht des Grauens gelingt es ihnen kaum, sich von dem Gesehenen freizumachen.

02:40 min

Politik 01.11.23

Spurensuche nach Israel-Massaker "Du weinst, du übergibst dich, dann arbeitest du weiter"

+++ 12:16 Razzien in Westjordanland - IDF berichtet von mehreren Festnahmen +++
Laut der israelischen Verteidigungskräfte haben Truppen bei nächtlichen Razzien im gesamten Westjordanland 46 gesuchte Palästinenser festgenommen, darunter 30, die mit den Hamas-Terroristen in Verbindung stehen. Demnach wurden Verdächtige verhört und Waffen sowie Munition sichergestellt. Während der Aktion seien Schüsse auf die Militärangehörigen abgefeuert und Steine geworfen worden.

+++ 11:42 Zentralrat der Muslime in Deutschland wirft Israel Kriegsverbrechen vor und nennt Antisemitismus Sünde +++
Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek, hat Israel im Gaza-Krieg Kriegsverbrechen vorgeworfen. "Wir sehen ja jetzt unbeschreibliches Leid, das auf Gaza niedergeht. Das Kriegsbombardement von Israel ist ein Kriegsverbrechen aus unserer Sicht und zeigt einmal mehr, dass Krieg niemals eine Antwort sein kann, Terror wirklich zu bekämpfen", sagte im ZDF. Er forderte Hilfskorridore und eine Waffenruhe auf beiden Seiten. Mazyek sagte in Bezug auf Antisemitismus-Vorwürfe, dass man nicht pauschalisieren und alle fünf Millionen Muslime in Deutschland in einen Topf werfen solle. "Jetzt müssen wir die Kirche im Dorf lassen und unterscheiden und differenzieren." Auf die Frage, wie groß der Antisemitismus unter Muslimen in Deutschland sei, antwortete der Zentralratsvorsitzende, Antisemitismus sei nicht erst seit der Diskussion um den Nahost-Konflikt bekannt. "Antisemitismus ist etwas, was wir in Europa und Deutschland immer wieder erleben, vor allen Dingen in den letzten Jahren. Der Rechtsextremismus hat es ja deutlich gemacht, wo die großen Gefahren kommen." Er warne davor, "eine Entlastungsdebatte zu führen: Wir haben jetzt hier sozusagen einen importierten Antisemitismus". Ohne Zweifel gebe es aber Muslime, die Judenhass und Antisemitismus "vor sich hertragen. Und das ist etwas, was wir aus islamischer Sicht nicht nur verurteilten, sondern auch als Sünde [sehen] - Rassismus ist eine Sünde im Islam."

+++ 11:21 Erste Verletzte von Gaza nach Ägypten gelassen +++
Eine erste Gruppe von Verletzten hat den Gazastreifen über den Grenzübergang Rafah nach Ägypten verlassen. Sie seien in Krankenwagen über die Grenze gebracht worden, melden ägyptische Medien.

Politik 01.11.23

Schwerverletzte über Grenze Rettungswagen aus Gazastreifen erreichen Ägypten

+++ 11:03 US-Medien: Katar vermittelt Öffnung von Grenzübergang Rafah +++
Das Golfemirat Katar hat nach US-Medienberichten die vorübergehende Öffnung des Grenzübergangs Rafah zwischen dem Gazastreifen und Ägypten vermittelt. Im Rahmen dieser Vereinbarung dürften alle ausländischen Staatsangehörigen den Gazastreifen verlassen, berichtete der US-Fernsehsender CNN. Diese Vereinbarung sei unabhängig von Gesprächen über die Freilassung von Geiseln in Gewalt der im Gazastreifen herrschenden Hamas. Katar habe in Absprache mit den USA, Israel, Ägypten und der Hamas vermittelt, berichtete die "Washington Post" unter Berufung auf eine Person mit Kenntnis der Gespräche.

+++ 10:37 Irans Oberhaupt Chamenei ruft muslimische Länder zum Boykott Israels auf +++
Das staatliche und geistliche Oberhaupt des Iran, Ajatollah Ali Chamenei, ruft muslimische Länder zum Boykott von Israel auf, wie staatliche Medien berichten. "Die Bombardierung des Gazastreifens muss sofort aufhören", zitieren iranische Staatsmedien Chamenei. "Öl- und Lebensmittelexporte an das zionistische Regime sollten aufhören", sagte Chamenei in einer Rede.

+++ 10:16 Blinken: "Ein Zivilist ist und bleibt ein Zivilist" +++
US-Außenminister Antony Blinken hat in einem Gastbeitrag der "Washington Post" für die Unterstützung Israels im Kampf gegen die Palästinenserorganisation Hamas und für gleichzeitige Hilfe für die Zivilbevölkerung im Gazastreifen geworben. Die Hilfe für die mehr als zwei Millionen Palästinenser dort zu streichen, wie einige Mitglieder des US-Kongresses forderten, wäre ein schwerer Fehler, erklärt darin Blinken. Dies könnte Israels Sicherheit unterminieren und die Stabilität in der Region gefährden. Zudem stehe die Bewältigung der humanitären Krise in Gaza auch im Einklang mit den tiefsten Grundsätzen der USA, wonach jedes zivile Leben gleichermaßen wertvoll und gleichermaßen schützenswert sei - unabhängig von Nationalität, Glauben, Geschlecht oder Alter. "Ein Zivilist ist und bleibt ein Zivilist.", so Blinken wörtlich. Die Menschen im Gazastreifen hätten zudem nichts mit den Terrorangriffen der Hamas vom 7. Oktober und den mehr als 1400 Toten auf israelischem Boden zu tun. Sie könnten dafür nicht verantwortlich gemacht werden, sondern seien Opfer und müssten geschützt werden.

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+++ 09:41 Wegen Huthi-Angriffen aus dem Jemen: Israel verlegt Raketenboote ans Rote Meer +++
Nach mehreren Raketen- und Drohnenangriffen der vom Iran unterstützten Huthi im Jemen haben die israelischen Streitkräfte nach eigenen Angaben das Gebiet um das Rote Meer mit Raketenbooten der Marine verstärkt. Nach Angaben der IDF wurden die Schiffe am Dienstag "im Einklang mit der Lagebeurteilung und als Teil der verstärkten Verteidigungsbemühungen in der Region" eingesetzt. Am Vortag hat das Militär nach eigenen Angaben eine Rakete und zwei Drohnen abgefangen, die aus dem Jemen auf Israel abgefeuert wurden. Ein weiteres Ziel wurde heute früh in der Nähe der südlichsten Stadt Eilat abgefangen. Das israelische Militär gibt an, in der Gegend mehrere Luftverteidigungsschichten zum Schutz vor Huthi-Angriffen installiert zu haben. Das US-Militär ist auch in der Region des Roten Meeres im Einsatz und hat vor zwei Wochen eine Reihe von Huthi-Raketen und -Drohnen auf dem Weg nach Israel abgefangen.

+++ 09:09 Erste Ausländer und Doppelstaatler verlassen Gazastreifen über Grenzübergang Rafah +++
Eine erste Gruppe von Ausländern hat heute den Gazastreifen über den Grenzübergang Rafah nach Ägypten verlassen. Dutzende von Ausländern und Menschen mit doppelter Staatsangehörigkeit überquerten den Grenzübergang, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Es war das erste Mal seit dem Beginn des Kriegs zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas, dass der Grenzübergang für Menschen geöffnet wurde.

Update: Bis zu 500 Ausländer sollen ägyptischen Sicherheitskreisen zufolge über Rafah aus dem Gazastreifen herauskommen. Es sei aber davon auszugehen, dass nicht alle heute ausreisen könnten.

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+++ 08:59 Fritz: "Israel sagt, Häuser stürzten wegen Hamas-Tunneln ein" +++
Israel sagt, es habe mit dem verheerenden Angriff auf Dschabalia einen der Verantwortlichen der Hamas-Massaker vom 7. Oktober ausgeschaltet. Wie viele zivile Opfer der Beschuss fordert, ist unklar. ntv-Reporter Gordian Fritz spricht über die Hintergründe des Vorfalls.

04:45 min

Politik 01.11.23

Fritz zu Angriff auf Dschabalia "Israel sagt, Häuser stürzten wegen Hamas-Tunneln ein"

+++ 08:40 Ägyptische Krankenwagen warten am Grenzübergang zum Gazastreifen +++
Die Behandlung palästinensischer Verletzter aus dem Gazastreifen in Ägypten rückt offensichtlich näher. Am Morgen fuhren mehr als ein Dutzend ägyptische Krankenwagen zu einem Tor am Grenzübergang Rafah, wie auf Bildern des staatsnahen Fernsehsenders Al-Kahira News zu sehen war. Laut dem Generalsekretär des Ägyptischen Roten Halbmonds im Nord-Sinai, Raed Abdel Nasser, standen 40 Krankenwagen bereit. Al-Kahira News zufolge warteten diese im Transitbereich des Grenzübergangs auf der ägyptischen Seite. Seit Beginn des Gaza-Kriegs war bisher keine Behandlung von Verletzten in Ägypten möglich. Die Öffnung des Übergangs Rafah und wer ihn passieren darf, wird streng reguliert. Der Übergang wurde bisher vor allem zur Lieferung von Hilfsgütern genutzt.

+++ 08:22 Iran wirft Israel wegen Angriff auf Dschabalia Kriegsverbrechen vor +++
Der Iran hat den Angriff des israelischen Militärs auf Dschabalia im Gazastreifen scharf verurteilt. Außenamtssprecher Nasser Kanaani sprach in dem Zusammenhang von einer "brutalen Attacke" und warf dem Erzfeind der Islamischen Republik Kriegsverbrechen vor, wie aus einer Erklärung des Außenministeriums hervorgeht. Irans Staatsführung hatte in den vergangenen Wochen seit Beginn des Gaza-Kriegs dem jüdischen Staat immer wieder gedroht. Nach Angaben des israelischen Militärs wurden bei dem gezielten Luftangriff auf Dschabalia rund 50 Terroristen getötet, unter anderem auch der Hamas-Kommandeur Ibrahim Biari, der den Angaben nach unter anderem an den Hamas-Massakern im israelischen Grenzgebiet am 7. Oktober beteiligt war.

+++ 07:55 IDF veröffentlicht Panzer-Bilder von Bodenoffensive +++
Die israelischen Streitkräfte haben die neuesten Fotos ihres Militäreinsatzes im Gazastreifen veröffentlicht. Darunter mehrere Bilder von Dutzenden Panzern, die durch eine Trümmerlandschaft fahren.

+++ 07:23 Bericht: US-Kommandos in Israel, um bei Geiselbefreiung zu helfen +++
US-Kommandos sind in Israel, um bei der Suche nach Geiseln zu helfen, die seit dem Hamas-Überfall am 7. Oktober in Gaza festgehalten wurden, berichtet die "New York Times". Der Bericht zitiert Christopher P. Maier, einen stellvertretenden Verteidigungsminister, der auf einer Konferenz in Washington sagte: "Wir helfen den Israelis aktiv dabei, eine Reihe von Dingen zu tun." Er sagt gegenüber dem Blatt, dass die Hauptaufgabe darin bestehe, bei der Arbeit zur "Identifizierung von Geiseln, einschließlich amerikanischer Geiseln, zu helfen. Es liegt wirklich in unserer Verantwortung, dies zu tun." Beamte, die unter der Bedingung der Anonymität sprachen, teilten der US-Zeitung zudem mit, dass mehrere Dutzend US-Spezialeinheiten entsandt worden seien, zusätzlich zu einem Team, das sich bereits zur Ausbildung in Israel aufhielt.

+++ 06:58 IDF: 11.000 Terror-Ziele bisher angegriffen +++
Nach Angaben der israelischen Verteidigungskräfte wurden die Bodenoperationen im Gazastreifen über Nacht fortgesetzt und die Streitkräfte griffen Dutzende Hamas-Ziele an. Die IDF gibt an, dass seit Beginn des Krieges rund 11.000 Standorte der Hamas und anderer Terrorgruppen angegriffen wurden. Über Nacht wiesen Bodentruppen die Luftwaffe an, ein Gebäude in Dschabalia anzugreifen, in dem sich mehrere Hamas-Terroristen versammelt hätten, so die IDF. In Dschabalia gibt es ein Areal in dem Geflüchtete Menschen leben, das den gleichen Namen trägt, dass seit 1948 existiert. Nach Angaben der IDF befand sich das mehrstöckige Gebäude "in der Nähe einer Schule, eines medizinischen Zentrums und von Regierungsbüros". Die Luftwaffe habe auch Angriffe gegen Hamas-Kommandozentralen und andere Terrorzellen durchgeführt, heißt es. Nach Angaben der IDF entdeckten Bodentruppen im Norden des Gazastreifens auch ein Auto mit einer Panzerabwehrrakete, das auf sie zufuhr, und wiesen ein Flugzeug an, es anzugreifen.

+++ 06:43 Kämpfe im Norden von Gaza - IDF meldet 11 Tote Soldaten +++
Nach Angaben des israelischen Militärs wurden am Dienstag bei Kämpfen im Norden von Gaza 11 Soldaten getötet. Wie das IDF angibt, waren alle zwischen 19 und 20 Jahre alt. Dies ist der größte Tagesverlust für die Streitkräfte seit dem Angriff von Hamas-Kämpfern auf Südisrael am 7. Oktober, bei dem etwa 300 Soldaten und etwa 1.100 Zivilisten getötet wurden. Die Totenzahl beim IDF wird mit 326 angegeben.

+++ 06:14 FBI ermittelt gegen 21-Jährigen wegen Aufruf zum Mord an Juden +++
Weil er zum Mord an Juden aufgerufen haben soll, ist in den USA ein Student verhaftet worden. Wie das US-Justizministerium nun bekanntgab, soll der 21-jährige Student der New Yorker Cornell University in einem universitären Online-Diskussionsforum unter anderem gedroht haben, alle jüdischen Männer, die er auf dem Campus sehe, zu "erstechen" und ihnen "die Kehle durchzuschneiden", alle jüdischen Frauen zu vergewaltigen und von einer Klippe zu stürzen und alle jüdischen Babys zu enthaupten. In demselben Online-Beitrag habe er damit gedroht, "ein Sturmgewehr auf den Campus zu bringen" und alle Juden zu erschießen, hieß es weiter. Gegen den Studenten ermittelt die Bundespolizei FBI. Der 21-Jährige sei auf der Grundlage einer Strafanzeige wegen der Androhung von Tötung oder Verletzung anderer Personen verhaftet worden, hieß es. Im Falle einer Verurteilung droht dem Angeklagten eine Haftstrafe von fünf Jahren und eine hohe Geldstrafe, wie das Ministerium mitteilte.

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+++ 05:32 Israels Sicherheitskräfte wollen Fatah-Kommandeure verhaften +++
Israelische Soldaten soll die Häuser von zwei Fatah-Kommandeuren in Dschenin umstellt haben. Das berichtet die Zeitung "Haaretz" unter Berufung auf palästinensische Medien. Israelische Sicherheitskräfte versuchen demnach, hochrangige Mitglieder der Fatah im Westjordanland zu verhaften. Die Fatah hatte den Montag zum "Tag der Wut" erklärt und zu Protesten aufgerufen.

+++ 04:36 Komplettausfall der Telekommunikation im Gazastreifen +++
Die Kommunikation im Gazastreifen ist nach Angaben des Betreibers Paltel ausgefallen. Die Kommunikations- und Internetdienste im Gazastreifen seien vollständig zusammengebrochen, da der internationale Zugang erneut gekappt worden sei, teilt Paltel über den Kurznachrichtendienst X mit. Paltel ist der größte Telekommunikationsanbieter im Gazastreifen.

+++ 04:03 Katar: Ausweitung von Israels Militäreinsatz kann Verhandlungen untergraben +++
Der Golfstaat Katar warnt, die ausgeweiteten Angriffe der israelischen Armee im Gazastreifen könnten "die Bemühungen um Vermittlung und Deeskalation untergraben". Mit Blick auf die israelische Bombardierung von Dschabalija im Norden des Gazastreifens sprach das Außenministerium in Doha demnach von einem "erneuten Massaker gegen das wehrlose palästinensische Volk". Bei dem Angriff wurden nach Angaben des von der radikalislamischen Hamas geführten Gesundheitsministeriums des Palästinensergebiets mindestens 50 Menschen getötet und 150 weitere verletzt. Laut Israels Armee galten die Angriffe der "unterirdischen Terror-Infrastruktur". Berichten aus Gaza zufolge gab es die meisten Opfer infolge von Erdrutschen.

+++ 03:42 Europas Rabbiner dringen auf mehr Schutz jüdischer Einrichtungen +++
Europas Rabbiner fordern angesichts antisemitischer Übergriffe besseren Schutz für jüdische Einrichtungen in Europa. Die Konferenz der Europäischen Rabbiner (CER) appelliere an die Regierungen, "alles in ihrer Macht Stehende zum Schutz des jüdischen Lebens und der jüdischen Gemeinden zu unternehmen", teilt das Gremium in München mit. "Fast alle Synagogen und jüdischen Einrichtungen" seien von antisemitischen Vorfällen betroffen. "Jüdische Familien fürchten um ihr Leben." Das sei nicht hinnehmbar.

+++ 02:58 Chile beordert Botschafter aus Israel zurück +++
Chile beruft seinen Botschafter aus Israel ab. Das Land habe seinen Botschafter in Israel zu Konsultationen wegen der Verletzung des humanitären Völkerrechts durch Israel im Gazastreifen zurückbeordert, erklärt der chilenische Präsident Gebriel Boric über den Kurznachrichtendienst X. "Chile verurteilt diese Militäroperationen aufs Schärfste und beobachtet sie mit großer Sorge". Bolivien hatte zuvor erklärt, die diplomatischen Beziehungen zu Israel abzubrechen.

Politik 01.11.23

Hamas begrüßt Ankündigung Bolivien bricht diplomatische Beziehungen zu Israel ab

+++ 02:04 BKA zählt 2000 Straftaten infolge von Hamas-Angriff +++
Infolge des Terrorangriffs der islamistischen Hamas auf Israel am 7. Oktober hat das Bundeskriminalamt (BKA) mehr als 2000 Straftaten in Deutschland gezählt. Schwerpunktmäßig wurden laut der Zeitung "Tagesspiegel" Körperverletzungsdelikte, Landfriedensbrüche, Volksverhetzungen und Sachbeschädigungen registriert. Auch "Widerstandstraftaten im Zusammenhang mit propalästinensischen Veranstaltungen in Berlin" hätten eine größere Rolle gespielt. Insgesamt bewege sich die Zahl der Gewaltstraftaten nach Angaben des BKA "im unteren dreistelligen Bereich".

+++ 01:19 Blinken: Sondieren Optionen für Zukunft des Gazastreifens +++
Die USA und andere Länder prüfen laut US-Außenminister Anthony Blinken mögliche Lösungen für die Zukunft des Gazastreifens. Es gebe "eine Vielzahl möglicher Varianten", sagt Blinken bei einer Anhörung im Bewilligungsausschuss des Senats. Am sinnvollsten wäre laut Blinken eine "effektive und wiederbelebte Palästinensische Autonomiebehörde", die die Regierungsgewalt über den Gazastreifen ausübt. Die Frage sei aber, ob dies erreicht werden könne. Blinken will am Freitag erneut nach Israel reisen und anschließend weitere Stationen in der Region besuchen.

+++ 00:31 Palästinenser: Zwei Tote bei Armeeeinsätzen im Westjordanland +++
Bei Zusammenstößen mit dem israelischen Militär werden im Westjordanland laut palästinensischen Angaben zwei Menschen getötet. Einem 70-Jährigen sei bei einem Armeeeinsatz in dem Ort Tubas nördlich von Nablus ins Gesicht geschossen worden, teilt das Gesundheitsministerium in Ramallah mit. Sechs weitere Menschen seien bei der Razzia verletzt worden. In der Stadt Beit Ummar nördlich von Hebron soll ein 16 Jahre alter Jugendlicher bei Konfrontationen mit Soldaten getötet worden sein. Die Armee sagt, sie prüfe die Berichte. Seit Beginn des Krieges mit der Hamas im Gazastreifen hat Israels Militär nach eigenen Angaben mehr als 1000 Terrorverdächtige im Westjordanland festgenommen, darunter viele Hamas-Mitglieder.

+++ 23:52 59 LKW bringen Hilfsgüter in den Gazastreifen +++
Im Laufe des heutigen Tages sind insgesamt 59 Lastwagen mit dringend benötigten medizinischen Hilfsgütern, Lebensmitteln und Wasser im Gazastreifen eingetroffen. Vier davon habe das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) gestellt, teilt der Palästinensische Rote Halbmond mit. Der Rest sei vom Ägyptischen Roten Halbmond geliefert worden. Seit Beginn des Gaza-Krieges sind damit etwas mehr als 200 Lastwagen in dem abgeriegelten Küstengebiet eingetroffen.

+++ 23:16 USA entsenden neuen Botschafter nach Israel +++
Die Vereinigten Staaten schicken einen neuen Botschafter nach Israel. Der US-Senat bestätigt Jack Lew für das Amt. Der bisherige US-Botschafter in Israel, Tom Nides, hatte den Posten im Juli verlassen. Seitdem war dieser unbesetzt - und damit auch in den vergangenen Wochen seit dem Beginn des Gaza-Kriegs. Lew hatte in früheren US-Regierungen hochrangige Posten besetzt. Unter anderem war er unter dem damaligen demokratischen Präsidenten Barack Obama Stabschef im Weißen Haus und anschließend Finanzminister von 2013 bis 2017.

+++ 22:42 Borrell missbilligt Angriffe von Siedlern im Westjordanland +++
Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell verurteilt Angriffe israelischer Siedler auf Palästinenser im besetzten Westjordanland scharf. In Telefonaten mit den Außenministern von Saudi-Arabien, Ägypten und Jordanien und dem Generalsekretär der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC), Hissein Brahim Taha, habe Borrell seine Besorgnis über die zunehmenden Angriffe von Siedlern im Westjordanland zum Ausdruck gebracht, teilt sein Büro mit.

+++ 22:10 Bolivien bricht Beziehungen zu Israel ab +++
Bolivien bricht seine diplomatischen Beziehungen zu Israel ab. Das teilt das Außenministerium in La Paz mit und erhebt zugleich schwere Vorwürfe gegen Israel. Das Land begehe mit seinen Angriffen auf den Gazastreifen Verbrechen gegen die Menschlichkeit, erklärt das Ministerium. Im Jahr 2009 hatte Bolivien schon einmal die diplomatischen Beziehungen zu Israel aus Protest gegen Angriffe auf den Gazastreifen gekappt. Unter der Regierung von Präsidentin Jeanine Anez nahm Bolivien die Beziehungen 2020 wieder auf.

+++ 21:40 FBI warnt vor wachsender Terrorgefahr +++
Das FBI warnt vor einer wachsenden Terrorgefahr nach dem Angriff der radikal-islamischen Hamas auf Israel. Seit Beginn des Kriegs zwischen Israel und der Hamas Anfang Oktober hätten mehrere ausländische Terrororganisationen zu Angriffen auf Amerikaner und den Westen aufgerufen, sagt FBI-Chef Christopher Wray bei einer Kongressanhörung. Es handele sich um die stärkste Bedrohung seit dem Aufstieg des Islamischen Staates (IS) vor fast einem Jahrzehnt. "Die Aktionen der Hamas und ihrer Verbündeten werden in einem Maße zur Inspiration dienen, wie wir es seit der Errichtung des sogenannten Kalifats durch den IS vor einigen Jahren nicht mehr gesehen haben." Dies gelte vor allem für Extremisten, die sich in den USA radikalisierten, warnt Wray.

+++ 21:10 Ägypten will Verletzte aus Gaza behandeln +++
Angesichts der erbitterten Kämpfe im Gazastreifen ist Ägypten offenbar zur Aufnahme von Verletzten aus dem Palästinensergebiet bereit. "Medizinische Teams werden morgen am Grenzübergang vor Ort sein", sagt ein Vertreter der Gesundheitsbehörden in der ägyptischen Stadt El Arisch der Nachrichtenagentur AFP. Aus Sicherheitskreisen am nahegelegenen Grenzübergang Rafah zwischen Ägypten und dem Gazastreifen wurden die Angaben bestätigt. Die Entscheidung sei nach dem israelischen Angriff auf Dschabalija in Nord-Gaza gefallen, heißt es.

+++ 20:49 Angehörige der Geiseln rufen Internationalen Strafgerichtshof an +++
Angehörige der von der Hamas verschleppten Geiseln haben den Internationalen Strafgerichtshof angerufen. Sie fordern eine Untersuchung der Morde und Entführungen. Israel ist allerdings kein Mitglied des in Den Haag ansässigen Gerichtshofs und erkennt dessen Rechtsprechung nicht an. Das Büro des Chefanklägers am Strafgerichtshof, Karim Khan, erklärt, der Antrag werde geprüft.

+++ 20:22 Luftangriff auf Dschabalia: IDF spricht von "Hochburg der Hamas" +++
Bei einem israelischen Angriff ist nach Angaben des Militärs Dschabalia im Norden des Gazastreifens getroffen worden. Zuvor hatten Krankenhäuser in der Region von 50 getöteten Palästinensern bei einem israelischen Luftangriff auf Dschabalia berichtet. Militärsprecher Richard Hecht sagt dem US-Sender CNN, ein sehr hochrangiger Hamas-Kommandant habe sich in dem Gebiet aufgehalten. "Wir gehen der Sache nach und werden weitere Informationen vorlegen, sobald wir wissen, was dort passiert ist." Das israelische Militär spricht von einem "großangelegten Angriff" auf eine "militärischen Hochburg der Hamas". In dem Areal seien Terroristen ausgebildet worden, zudem habe es von dort terroristische Aktion gegeben. Beim Einsatz der Armee seien etwa "50 Terroristen eliminiert" sowie Tunnel und Waffen zerstört worden, heißt es in dem Post, der eine Karte des bombardierten Areals zeigt.

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Name: Aracelis Kilback

Birthday: 1994-11-22

Address: Apt. 895 30151 Green Plain, Lake Mariela, RI 98141

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Job: Legal Officer

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Introduction: My name is Aracelis Kilback, I am a nice, gentle, agreeable, joyous, attractive, combative, gifted person who loves writing and wants to share my knowledge and understanding with you.